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Als eine der Säulen der Analyse institutioneller Mechanismen, die in einer historischen Perspektive nach
den spezifischen institutionellen Stabilisierungsleistungen in der symbolischen Darstellung von
Ordnungsprinzipien fragt, steht Castoriadis’ ontologische Theorie der Vergesellschaftung als „imaginäre Institution“.
Von diesem Begriff ausgehend soll ein Problem diskutiert werden, das sowohl die Dresdener als auch schon die
Göttinger Forschungsverbünde in ihren Arbeiten zum Institutionsbegriff verschiedentlich tangiert hat, nämlich
die Frage nach der (theoretischen, epistemologischen) Ordnung der Symbolizität selbst. Wenn Institutionen soziale
Ordnungen stabilisieren, indem sie deren Ordnungsprinzipien symbolisch repräsentieren, ist dann der Erfolg einer
solchen Darstellung bloß faktisch, anhand der historischen Analyse empirisch beobachteter Verstetigungen fassbar
oder können die sozialen Ordnungen auch logisch auf bestimmte Gesetzmäßigkeiten der Abbildungsverhältnisse
zurückgeführt werden? Castoriadis führt in seiner Dialektik des „Gesellschaftlich-Geschichtlichen“ als einer
Interdependenz von radikal imaginären Bedeutungen und mengen- bzw. identitätslogischen Symbolen beide
Perspektiven systematisch zusammen. Die größte Herausforderung für die Institution bleibt aber auch in dieser
(sich verstetigenden) Theorie der Begriff des Ereignisses, der nicht formalisierbar zu sein scheint. An diesem
Punkt setzen Alain Badious Thesen zur Wahrheit der Ereignisse an.
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